Mit Druck gut umgehen

Drucktechnik und was sich dahinter verbirgt: Wir geben Ihnen einen kleinen Einblick in verschiedene Druckverfahren.

Farbkleckse CMYK
Die vier Druckfarben: Cyan, Magenta, Yellow und Key Black. /// Quelle: pixelio.de

Beim Digitaldruck wird, anders als z.B. im Offsetdruck, keine feste Druckvorlage benötigt, so dass jeder Papierbogen anders bedruckt werden kann. Durch dieses hohe Maß an Flexibilität ermöglicht das Druckverfahren eine kostengünstige Produktion von Kleinauflagen, wie etwa von Flyern und Visitenkarten oder aber von einmaligen Produktionen, wie beispielsweise von PVC-Bannern oder witterungsbeständigen Plakaten. Der Farbauftrag erfolgt vierfarbig mit sogenannten Tonern in CMYK (Cyan, Magenta, Yellow und Key Black), wobei jede Farbe nacheinander aufgetragen wird. Eine Farbverbindlichkeit ist beim Digitaldruck meist nicht gegeben.

Der Offsetdruck ist das am weitesten verbreitete Druckverfahren und fängt dort an, wo der Digitaldruck an seine Grenzen stößt. Besonders bei hohen Auflagen ist der Offsetdruck die richtige Wahl, da hier kostengünstig und schnell Zeitungen, Magazine oder ähnliche Produkte gedruckt und weiterverarbeitet werden können. Auch in Bezug auf unterschiedliche Papiersorten und Formate ist im Offsetdruck beinahe alles machbar. Um eine Farbechtheit zu garantieren, können bei diesem Druckverfahren ferner auch sogenannte Volltonfarben, wie etwa HKS- oder Pantone-Farben, eingesetzt werden. Vereinfacht dargestellt besteht der Offsetdruck aus zwei Arten von Rollen. Auf eine dieser Rollen, der Druckplatte, wird Wasser und Farbe aufgetragen. Das Wasser benetzt die Druckplatte an den Stellen, wo keine Farbe gewünscht ist. So haftet die Farbe am richtigen Platz. Der Druck wird anschließend von der Druckplatte auf einen Gummituchzylinder übertragen, welcher widerum nun den Druck zu Papier bringt.

Für den Einsatz auf speziellen Materialien, wie z.B. Holz, Kunststoffe, Textilien, Metall und Glas, hat sich der Siebdruck bewährt. Bei diesem Druckverfahren wird die Farbe durch ein feinmaschiges Gewebe hindurch auf die zu bedruckende Oberfläche gebracht. Wo keine Farbe gedruckt werden soll, werden die Maschenöffnungen des Gewebes durch eine Schablone verschlossen. Durch verschieden große Gewebeöffnungen kann beim Siebdruck der Farbauftrag variiert und so eine hohe Farbschichtdichte erreicht werden. Die Druckgeschwindigkeit ist bei diesem Verfahren allerdings recht gering, so dass der Siebdruck hauptsächlich im Bereich der Textil- und Werbebeschriftung eingesetzt wird.

Ebenfalls im Bereich der Werbemittelproduktion kommt der sogenannte Tampondruck zum Einsatz. Durch die elastische Form des Tampons wird er vorrangig auf unebenen Oberflächen, wie etwa auf Kugelschreibern, Spielzeugen oder Feuerzeugen eingesetzt. Der Tampondruck ist ein indirektes Tiefdruckverfahren, das heißt, das gewünschte Motiv wird zunächst auf eine glatte Fläche – das sogenannte Klischee – eingeätzt. Die dabei entstandenen Vertiefungen werden mit der Druckfarbe gefüllt. Der Tampon wird nun auf das Klischee gepresst, nimmt dabei die Farbe auf und überträgt sie dann auf die zu bedruckende Oberfläche.