Tourismus und Augmented Reality - Neue Marketing-Möglichkeiten

Seit Anfang September haben wir Augmented Reality (AR) in einem größeren Projekt gestartet. Wobei wir bereits im Vorfeld viele kleinere Kundenprojekte (Anzeigen, Flyer, Mitarbeitermagazine) mit Augmented Reality-Elementen versehen haben.

Seit 5. September 2013 ist der Urlaubskatalog 2014 der Probstei (Schleswig-Holstein) mit AR erhältlich. Die Inhalte reichen von Bildgalerien, Video, interaktive Radkarten bis hin zu weiteren abrufbaren Informationen. Ebenso kann der Leser per Klick gleich einen Anruf starten oder sich die Anfahrtsroute aufrufen lassen.

Der Urlaubskatalog der Probstei kann mit einer kostenfreien App, keine individuell erstellte native App, den Katalog scannen. Eine entsprechende Grafik zeigt dies auf den jeweiligen Seiten an. Benutzt wurde hier die App „layar“. Eine individuelle App war nicht gewünscht, da eine breite Zielgruppe angesprochen werden sollte, ohne eine zusätzliche Marketing-Maßnahme zur App-Verbreitung.

Ich meine, die Werbung und der Informationsabruf der Zukunft steuert in diese Richtung. Dass jetzt nach und nach immer mehr Verlage mit dem Service Augmented Reality aufwarten, finde ich sehr gut. Denn neu ist diese Technologie nicht wirklich. Sie findet nur jetzt Platz in der Gesellschaft und Wirtschaft.

AR Schiffe voraus Laboe Tourismus
"Schiffe voraus!" Ein Flyer verbindet Print und Online mit Augmented Reality. #Mockup: mockups-design.com

Unsere ersten Erfahrungen mit dem Tourismus

Vorab bringe ich ein weiteres Beispiel als Grundlage zu diesem Thema:

„Schiffe voraus!“ Laboe in der Probstei (Schleswig-Holstein) zeigte in einem 2 Jahre Projekt, wie man einen Flyer mit dem Internet verbindet und zusätzliche Informationen abruft. Hier können Sie noch das „how do“ herunterladen.

Doch wie ist dieses Projekt entstanden?

Zuvor muss man sagen, dass die touristisch orientierten Gemeinden in der Regel sehr sparsam mit Ihrem Werbe- und Marketingbudget umgehen. Neuerungen benötigen verstärkt Überzeugungsarbeit und vor allem – praktische Referenzen und davon möglichst viele. Dass dies bei neuen Ideen und Technologien schwierig ist vorzulegen, sollte eigentlich bekannt sein.

In unserem Fall erwies sich die eigene interne Agenturarbeit als sehr fördernd. Wir, die ide stampe GmbH, laden in regelmäßigen Abständen unsere Kunden und Interessierte zu Talk-Runden rund um Marketing und Werbung ein. Augmented Reality war eines der vielen Themen. Die ide-talk Runde war somit für unsere Kunden, u.a. aus dem Tourismus, sehr motivierend. Man erkannte anhand praktischer Beispiele die vielfältigen Möglichkeiten für bestehende und kommende Printpublikationen. Daraus ergab sich das unter anderem das Projekt „Schiffe voraus“, dass bis dato von der Öffentlichkeit sehr gut angenommen wird – wenn man nur einmal die Nutzungsstatistiken betrachtet.

Von Kundenseite kommt ebenfalls viel positives Feedback. Interessierte und Touristen lassen sich von der Tourismusinformation Augmented Reality praktisch erklären. Dass dieses noch unbekannte Thema im Tourismus seinen Weg finden wird, ist nur eine Frage der Zeit.

Was die allgemeine Pressearbeit angeht, so wird das Thema Augmented Reality sehr skeptisch betrachtet. Da viele Redakteure mit AR nichts anfangen können bzw. nicht einzuordnen wissen, lehnen sie oft gelieferte Beiträge ab. Fatal sehen wir dies, wenn es um Destinationen geht, die ohnehin Probleme haben sich zu vermarkten. Neue Marketing-Tools werden dringend gesucht, aber selten gefunden oder vom Redakteur in die Schublade gelegt. Stattdessen werden alte überholte Methoden neu verpackt, in der Hoffnung, dass sie doch noch wirken.